Anwaltskanzlei Leistikow
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Asbest und ihr Recht

Aufgrund häufig gestellter Fragen möchten wir an dieser Stelle über mögliche Ansprüche, die aus Asbestbelastungen im privaten Bereich entstehen, informieren.

  1. Mietminderungsanspruch
    • Der Anspruch muss von Ihnen zunächst gegenüber dem Vermieter angemeldet werden. Erst mit dieser Meldung (aus Beweisgründen bitte schriftlich formulieren) beginnt der Anspruch nach § 536 BGB.

      Sie können nach der Meldung entweder die Miete unter "Vorbehalt" weiterzahlen und innerhalb einer Frist von spätestens sechs Monaten diese Mietminderung auch tatsächlich umsetzen (danach verfallen die nicht geminderten Ansprüche). Sie können aber auch die Miete sofort mindern. Denken Sie dabei daran, dass die Mietminderung der Abzug eines Prozentbetrages von der Gesamtmiete (nicht Kaltmiete) ist. In Asbestfällen gibt es seit 2013 eine Untergrenze der Mietminderung, die vom Landgericht Berlin festgestellt wurde.

  2. Schadensersatzanspruch
    • Dieser Anspruch gewährt Ihnen einen Schadensersatz für den Fall, dass Ihr Vermieter während der gesamten Mietzeit von dem Umstand der Asbestgefahr wusste und Ihnen diese gegenüber verschwiegen hat.

  3. Anspruch auf Durchführung der Asbestbeseitigung
    • Mittlerweile haben Gerichte die Verpflichtung des Vermieters zur Beseitigung der Asbestquellen in Ihrer Wohnung anerkannt. Fordern Sie also unter Fristsetzung zur Beseitigung auf.

  4. Anspruch auf die Anerkennung von zukünftigen Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen
    • Dieser Anspruch ist eine Art Rückversicherung.