Anwaltskanzlei Leistikow
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Mesotheliom und Asbest

Mesotheliom, auch als Krebs des Rippenfells bekannt, ist zwar nur ein kleiner Anteil aller malignen Tumoren, jedoch ist in der überwiegenden Anzahl der Fälle eine Asbestexposition nachweisbar. Insofern ist die Beweisführung für eine durch Asbest verursachte Erkrankung erleichtert. Die Erkrankung tritt häufig erst viele Jahre (20 - 50) nach dem ersten Asbestkontakt auf. Aus diesem Grunde können sich viele Betroffene zunächst keinen Zusammenhang zwischen Erkrankung und Asbestkontakt erklären. Obwohl die meisten Erkrankungen bei Personen mit Asbestkontakt auftreten, sind indirekte Gefährdungen, wie der frühere Haushaltskontakt mit der Arbeitskleidung beim Waschen der Kleidung von Asbestarbeitern möglich.

Ein Verdacht auf eine Berufskrankheit der BK Nr. 4105 ist aus diesem Grunde bei jeder Mesotheliomerkrankung begründet. Aber erst mit einer gründlichen Anamnese kann die Asbestexposition letztlich geklärt werden. Gleichzeitig ist aufgrund des häufigen Zusammenhangs der Erkrankung mit Asbestkontakt ein Schadenersatzanspruch gegen die Hersteller des Asbests denkbar. In den USA werden solche Klagen auch durchgeführt und sind dort seit einigen Jahren erfolgreich betrieben worden. Nicht zuletzt als Reaktion auf diese Prozesse haben sich in den USA sogenannte Trusts gebildet, die an Geschädigte und deren Familien auf Antrag Auszahlungen tätigen. In Deutschland kommt im Nachweisfall die Berufsgenossenschaft kommt für alle Schäden auf. Schmerzensgeldansprüche bestehen daneben unabhängig.

Auszug aus der deutschen Ärtze Zeitung (19.06.2002): “Noch bis zum Jahr 2020 ist aufgrund der früheren Asbestexposition mit einer erhöhten Inzidenz an Pleuramesotheliomen zu rechnen. Betroffen sind vor allem Menschen, die in den 70er und 80er Jahren beruflich mit der Verarbeitung des damals sehr beliebten Asbest-Zements zu tun hatten. Seit 1993 ist die Verwendung von Asbest in Deutschland verboten.”

Wir bieten Ihnen Informationen zu den angesprochenen Verfahrenswegen an.