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Schadenersatz –› Mobilfunkopfer

Mobilfunkopfer

Die Kanzlei Leistikow hat zur Zeit zwei Verfahren vor deutschen Gerichten, die sich mit diesem Thema befassen. Wir halten Sie › hier auf dem Laufenden.

Die Kanzlei Leistikow übernimmt die Vertretung von Ansprüchen aus Schädigungen durch elektromagnetische Strahlung (Mobilfunk).

Die Kanzlei Leistikow hat zur Zeit zwei Verfahren vor deutschen Gerichten, die sich mit diesem Thema befassen. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Durch die elektromagnetische Strahlung, die insbesondere von W-Lan-Systemen, LTE, TETRA etc., also allen Mobilfunksendern ausgeht, wird nicht nur die Gesundheit geschädigt und Schmerzensgeldansprüche ausgelöst. Es entstehen für den Betroffenen auch Schadenersatzansprüche verschiedenster Art.

Aufwendungen für Abschirmungsmaßnahmen, erhöhte Gesundheitskosten, Unvermietbarkeit des Wohnhauses, all dies sind Ansprüche, die gegen die Betreiber von Sendeanlagen bestehen.

Die Wertverlustberechnung ist schwierig, wird aber bereits auf dem Grundstücksmarkt vorgenommen. Hierzu macht die Fachzeitschrift "Informationsdient für Sachverständige" Angaben:

"Bei der Erstellung eines Verkehrswertgutachten sind alle Lagemerkmale sowie sonstigen Wert bildenden Umstände zu erfassen und sachverständig hinsichtlich ihres Werteinflusses zu würdigen und zu berücksichtigen. Zweifellos zählen dazu auch nahe gelegene Mobilfunkantennenanlagen. Allerdings besteht in diesem Fall die Schwierigkeit, dass Sachverständige ihre sachverständige Einschätzung angesichts ungesicherter Erkenntnisse und mangelnder Vergleichswerte treffen müssen. Zudem stehen sie Marktteilnehmern gegenüber, die verunsichert und widersprüchlich reagieren. Zwar möchten die wenigsten auf ihr Handy verzichten, die möglichen Gefahren elektromagnetischer Strahlung in Form einer Mobilfunkanlage unmittelbar vor Augen zu haben, wird jedoch von vielen als optischer Mangel und psychologischer Störfaktor abgelehnt.

Eine divergierende Rechtsprechung, einseitig gefärbte Informationen gleich welcher Couleur und medienwirksam aufbereitete Konfliktsituationen tragen das ihre zur Verunsicherung bei. Sachverständigen obliegt daher bei der Wertermittlung eine sehr sorgfältige Prüfung des Einzelfalles.

Können die von den Betreibern gezahlten Entgelte (in München immerhin zwischen 3000 und 7500 Euro pro Jahr) bei einer gewerblich genutzten Immobilie in der Regel noch als zusätzliche Mieteinnahmen verbucht werden, gilt es spätestens beim Mehrfamilienhaus oder der Eigentumswohnanlage mögliche Minderungen in Form von niedrigeren Mieteinnahmen, Kosten von Rechtsstreitigkeiten und einer höherer Fluktuation angemessen zu berücksichtigen. Bei eigengenutzten Objekten, insbesondere in exklusiven Lagen muss zudem eine längere Vermarktungszeit, ein eingeschränkter Käuferkreis und ein geringerer Verkaufserlös in Betracht gezogen werden. ...Hubertus von Medinger liegt inzwischen sogar ein Fall vor, in dem eine Gemeinde den Einheitswertbescheid aufgrund einer nahe gelegenen Mobilfunkantenne um fünf Prozent reduzierte. "Gutachterausschüsse werten in den Kaufpreissammlungen durchaus Wert bildende Faktoren aus", erläutert Günter Rinner, Mitglied des Gutachterausschusses München.