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Anwaltskanzlei Leistikow Schadenersatz Styropor

Bundesrat schafft Voraussetzung für umwelt- und gesundheitsbelastende Entsorgung von HBCD in Styropor

Unter dem Vorsitz der Präsidentin Malu Dreyer hat der Bundesrat am 16. Dezember 2016 einen Verordnungsentwurf zur Entsorgung von Styropor beschlossen. Stimmt die Bundesregierung dem Verordnungsantrag zu, darf der als "besonders besorgniserregend" eingestufte Inhalts-Stoff HBCD bis zum Oktober 2017 ohne angemessene Sondermüllauflagen entsorgt werden. Siehe: http://www.bundesrat.de/DE/plenum/plenum-kompakt/16/952/952-pk.html#top-73

Die Vorgabe der EU zur Umsetzung der sicheren HBDC-Entsorgung und eine dringend notwendige Vorschrift zum Schutze der Gesundheit der Bevölkerung würde durch einen Verordnungserlaß der Bundesregierung auf Eis gelegt.

Konsequenz für betroffene Bauherren

Aus rechtlicher Sicht würden auch Schadenersatzansprüche von Bauherren gegen die Verwaltung zumindest verzögert. Es ist den Bauherren zu raten, dass die Schadenersatzanträge vorsorglich gestellt werden, um nicht durch Zuwarten in die Verjährung der Ansprüche zu geraten.



Fassadendämmstoff Styropor ist Sondermüll ?

Aufschlussreich und hörenswert: Die WDR 5 Sendung "Fassadendämmstoff Styropor ab morgen Sondermüll" gibt einen kurzem Überblick zu Folgen und Aussichten der Deklarierung des Fassadendämmstoff Styropor als Sondermüll zum 1.10.2016




Asbestersatzstoff HBCD in Styropor schafft Gesundheitsgefahren

Rechtsanwalt Leistikow: "Das Kuriose ist, dass der Baustoff seit 2008 als problematisch bekannt ist und trotzdem weiter produziert und gehandelt wurde. Hier liegt die Vermutung nah, dass die Immobilienwirtschaft die Hersteller für die Entsorgung und Neubeschichtung der Gebäude in Haftung nehmen kann."