Anwaltskanzlei Leistikow Schadenersatz Asbestproblematik

Erstes Urteil gegen einen privaten Vermieter ausgesprochen

Das Amtsgericht Schöneberg hat das erste Urteil gegen einen privaten Vermieter ausgesprochen. Es verpflichtete einen privaten Vermieter eine vermietete Wohnung komplett von Asbest zu befreien. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verpflichtung aller Vermieter zur Beseitigung von Asbest aus den Wohnungen getan.

Die Klage erhob ein Mandant der Anwaltskanzlei Leistikow, nachdem er über Monate ergebnislos den Vermieter auf das Asbestproblem hinwies und dieser bis zu einem Eingreifen des Bezirksamtes/Bauaufsicht nichts unternahm.

Ziel der Klage war die Verpflichtung aussprechen zu lassen, dass der Vermieter Asbestplatten und Kleber aus der Wohnung zu entfernen hat. Dies stellte das Amtsgericht Schöneberg nach Vorlage des Gutachtens fest. Für den klagenden Mieter ein voller Erfolg.


Schadenersatzansprüche gegen den Bauunternehmer

Die Kanzlei Leistikow vertritt seit dem 26.09.2013 einen Vermieter, der sich an die Kanzlei mit der Bitte wandte, wie wir mit ihm den Ablauf einer Sanierung in der Wohnung des betroffenen Mieters so abwickeln, dass keine Belastungen verbleiben.

Dabei verfolgen wir für den Vermieter auch Schadenersatzansprüche gegen den Bauunternehmer, der beim Dachumbau Schadstoffe freisetzte und das Asbest unsachgemäß in den Dachflächen ablagerte.


Ansprüche auf Sanierung, Mietminderung und Schadenersatz

Die Kanzlei vertritt in Köln eine Mieterin, die nach einem Wasserschaden in ihrer Wohnung bei der Bodenfreilegung Asbest entdeckte. Hier verfolgen wir die Ansprüche des Mieters gegen den Vermieter auf Durchsetzung der Ansprüche auf Sanierung, Mietminderung und Schadenersatz.


Sanierung einer Asbestwohnung

Die Kanzlei Leistikow führt seit August 2013 Klagen auf Sanierung einer Asbestwohnung.


Asbestkontaminierte Möbel

Die Kanzlei Leistikow führt Klagen auf Schadenersatz wegen mit Asbest kontaminierten Möbel.


Wohnungen und Häuser mit Asbestbelastung

Die Kanzlei Leistikow verfolgt Ansprüche von Betroffenen aus Wohnungen und Häusern mit Asbestbelastung.


Das Landgericht Berlin spricht Klägern Mietminderung zu

Urteil des Landgerichts Berlin, Geschäftszeichen 65 S 419/10: Das Landgericht Berlin hat in seiner Entscheidung vom 16.01.2013 festgestellt, dass die Mieter einer Wohnung der GEWOBAG am Klausener Platz bei einem Bruch einer Vinyl-Asbestplatte eine Mietminderung von 10 % der Miete rechtfertigt. Das Urteil ist insofern etwas Besonderes, dass allein schon der Bruch einer Platte, wie diese in zahlreichen Wohnungen der GEWOBAG vorhanden sind, zur Minderung berechtigt. Bisher hatte die GEWOBAG keine Minderung wegen einer gebrochenen Asbestplatte genehmigt.

Das Gericht ließ es sogar dahinstehen, ob der Bruch der Platte durch eine Unachtsamkeit des Mieters entstanden sei oder nicht. "Denn den Beklagten (Mietern) kann nicht angelastet werden, dass sie ein Regal aufgestellt haben, da das Aufstellen eines Regals einen üblichen Mietgebrauch der Wohnung darstellt."

Weiter schreibt das Gericht: "Die Gebrauchstauglichkeit der Mietwohnung war dadurch gemindert, dass ihre Benutzung mit der Gefahr einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbunden war. Ohne eine fachgerechte Entsorgung der beschädigten Asbestfliese war die Quelle für eine mögliche Gesundheitsbeeinträchtigung nicht mit Sicherheit beseitigt, so dass die konkrete Gefahr die Wertschätzung und den ungestörten Gebrauch der Mietsache beeinträchtigt hat. Die besondere Gefährdung, die von freigesetzten Asbestfasern ausgeht, liegt darin, dass es keine Wirkschwelle gibt und eine einzige eingeatmete Faser eine lebensgefährliche Krankheit auslösen kann. Zwar steigt das Erkrankungsrisiko mit der Höhe der Konzentration von Asbestfasern und der Dauer der Einwirkung. Eine gesundheitlich unbedenkliche Konzentration von Asbestfasern (Schwellenwert) kann für Asbestfasern jedoch nicht angegeben werden."

Insofern genügt eine gebrochene Platte um dem Mieter eine Mietminderung zu gestatten.

Damit ist für die Mieter am Klausener Platz, Chamissokiez und Nollendorfplatz eine Sicherheit geschaffen.

Das Urteil in Gänze finden Sie › hier.